Flugzeuggedanken

Manchmal triffst du Entscheidungen, wo du bis zum Ende nicht weißt, ob es die Richtigen sind.

Ein mulmiges Gefühl ummantelt mich, als ich hier am Flughafen in Montreal sitze und warte bis das Boarding beginnt und mein Flieger abheben wird.

Mit verschwommenen Augen versuche ich die richtigen Buchstaben auf der Tastatur meines Computers zu finden, um meine Gefühle in diesem Moment zu beschreiben.Sie drehen sich im Kreis und das schon seit 1 1/2 Wochen.Ein Schaumbad der Gefühle, die härteste Achterbahnfahrt meines Lebens und eine Magda, die versucht nicht in diesem Strudel der Gefühle und Entscheidungen zu ersticken.

Um es kurz und knapp zu sagen:
Ich habe meine Zelte hier in diesem so vielseitig Land Kanada abgebrochen. Habe via FaceTime Lebewohl zu meinen engsten Freunde hier und zu einem Kapitel in meinem Leben gesagt, dass ich so schnell wohl nicht mehr vergessen werde.

Rückblickend war es wirklich eine unglaublich prägende Zeit für mich, mit so vielen schönen unvergesslichen Momenten, neuen und hoffentlich noch langlebigen Freundschaften, aber vor allem all diese neuen Lektionen die mich bereicherten.

Worte können es niemals beschreiben, wie ich dieses Land vermissen werde, aber manchmal funktionieren oder harmonieren Menschen einfach nicht so gut miteinander, wie man sich es vielleicht am Anfang vorstellt.
Hinzukommend auch noch dieser Virus, wo wir alle gefangen sind in unseren Häusern, erschwerte es, meinen doch immer sehr gut ausgeprägten positiven vibes, mich in gute Laune zu stimmen.
Zu wenig Schlaf wegen zu vielen Gedanken über meine Gastfamilie, einige Telefonaten mit der Botschaft in Ottawa später und den immer weiteren Einschränkungen für Reisende, waren für mich einfach so ausschlaggebende Gründe meine „Experience Canada“ vorläufig zu beenden.

Natürlich bricht mir es das Herz, da ich mich runter kriegen hab lassen und eventuell nicht willensstark genug war diese 10 Monate durchzuhalten.
Aber um ehrlich zu sein 8/10 klingt jetzt auch nicht so schlecht, sind wir uns mal ehrlich oder?

Nun, endlich im Flieger sitzend, ist es so surreal zu glauben, die nächste Nacht schon im eigenen Bett zu schlafen. Papa, Mama, Basti und Meli in die Arme schließen zu können, Blattlkrapfen aka Hasenöhrl heute zu essen und meinen Geburtstag nachzufeiern. Wann ich am Ende realisieren werde, dass ich wirklich zu Hause bin, keine Ahnung. Momentan fühlt sich es eher wie ein Urlaub an mit leider zu viel Gepäck.

Kanada du warst wunderbar!❤️
You’ll always always always have a special place in my heart and I’ll keep the memories I made close to it!

Bis bald in real life,

eure Magda

Ein Kommentar zu “Flugzeuggedanken

  1. Hallo Magda! Ich freue mich schon auf dich und auch wenn wir uns nicht umarmen dürfen ich tue es trotz dem weil ich meinen Schwester schon lange nicht mehr gesehen habe. Schöne Heimreise noch und ICH FREUE MICH AUF DICH

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