Manchmal triffst du Entscheidungen, wo du bis zum Ende nicht weißt, ob es die Richtigen sind.
Ein mulmiges Gefühl ummantelt mich, als ich hier am Flughafen in Montreal sitze und warte bis das Boarding beginnt und mein Flieger abheben wird.
Mit verschwommenen Augen versuche ich die richtigen Buchstaben auf der Tastatur meines Computers zu finden, um meine Gefühle in diesem Moment zu beschreiben.Sie drehen sich im Kreis und das schon seit 1 1/2 Wochen.Ein Schaumbad der Gefühle, die härteste Achterbahnfahrt meines Lebens und eine Magda, die versucht nicht in diesem Strudel der Gefühle und Entscheidungen zu ersticken.
Um es kurz und knapp zu sagen: Ich habe meine Zelte hier in diesem so vielseitig Land Kanada abgebrochen. Habe via FaceTime Lebewohl zu meinen engsten Freunde hier und zu einem Kapitel in meinem Leben gesagt, dass ich so schnell wohl nicht mehr vergessen werde.
Rückblickend war es wirklich eine unglaublich prägende Zeit für mich, mit so vielen schönen unvergesslichen Momenten, neuen und hoffentlich noch langlebigen Freundschaften, aber vor allem all diese neuen Lektionen die mich bereicherten.
Worte können es niemals beschreiben, wie ich dieses Land vermissen werde, aber manchmal funktionieren oder harmonieren Menschen einfach nicht so gut miteinander, wie man sich es vielleicht am Anfang vorstellt. Hinzukommend auch noch dieser Virus, wo wir alle gefangen sind in unseren Häusern, erschwerte es, meinen doch immer sehr gut ausgeprägten positiven vibes, mich in gute Laune zu stimmen. Zu wenig Schlaf wegen zu vielen Gedanken über meine Gastfamilie, einige Telefonaten mit der Botschaft in Ottawa später und den immer weiteren Einschränkungen für Reisende, waren für mich einfach so ausschlaggebende Gründe meine „Experience Canada“ vorläufig zu beenden.
Natürlich bricht mir es das Herz, da ich mich runter kriegen hab lassen und eventuell nicht willensstark genug war diese 10 Monate durchzuhalten. Aber um ehrlich zu sein 8/10 klingt jetzt auch nicht so schlecht, sind wir uns mal ehrlich oder?
Nun, endlich im Flieger sitzend, ist es so surreal zu glauben, die nächste Nacht schon im eigenen Bett zu schlafen. Papa, Mama, Basti und Meli in die Arme schließen zu können, Blattlkrapfen aka Hasenöhrl heute zu essen und meinen Geburtstag nachzufeiern. Wann ich am Ende realisieren werde, dass ich wirklich zu Hause bin, keine Ahnung. Momentan fühlt sich es eher wie ein Urlaub an mit leider zu viel Gepäck.
Kanada du warst wunderbar!❤️ You’ll always always always have a special place in my heart and I’ll keep the memories I made close to it!
kleiner Einblick, Gedanken und ein Update zu meiner jetzigen Situation.
Die Welt steht für den Moment still.
Alles wird abgeriegelt, gesperrt und zurückgehalten.
Es wird geraten zu Hause zu bleiben und sozialen Kontakt zu vermeiden.
Joa, also mein Auslandsjahr habe ich mir echt ganz anders vorgestellt zurzeit. Eigentlich wollten mich meine Eltern über Ostern besuchen kommen, gemeinsam wollten wir reisen, Kanada erkunden und ich wollte ihnen mein Leben hier ein bisschen zeigen. Eigentlich wollte ich über das Wochenende nach Ottawa fahren. Eigentlich wollte ich nächstes Wochenende meinen Geburtstag Vorfeiern. Tja aus dem wird jetzt wohl alles nichts.
Jeden Tag verfolge ich die News von zu Hause und jeden Tag telefoniere ich mit meinen Eltern und mit Hanna. Am Wochenende war ich ziemlich down, verzweifelt und wusste nicht was ich machen sollte.
Sollte ich nach Hause oder doch hier bleiben?
Fakt ist, dass ich hier in Kanada oder zu Hause in Quarantäne muss und es somit ein bisschen egal ist wo ich gerade bin. Wenn ich nach Hause fliegen würde hätte ich die Gefahr, am Flughafen diesen doofen Virus mir einzufangen. Hier in meinem Zimmer in den eigenen vier Wänden würde mir herzlichst wenig passieren. So blöd das jetzt klingt will ich nicht nach Hause, ich liebe es hier zu sein und obwohl ich das Haus nicht verlassen kann, sehe ich alles ziemlich optimistisch. Ich denke mir halt, dass ich eh „nur mehr“ 3 Monate hier arbeite in der Familie, das Baby auf die Welt kommt von meiner Gastmama und ich eigentlich echt noch viel sehen will. Das sind auch einige Gründe warum ich nicht jetzt schon nach Hause will.
Meinen Geburtstag in 2 ½ Wochen werde ich vermutlich zwar alleine feiern, mir selbst einen Kuchen backen und mit Netflix den Abend ausklingen lassen werde. Klingt jetzt nicht so schlecht, aber mit feiern wird nichts sein, denn man darf ja nicht raus und sich mit Menschen treffen. Hätte ich mir auch ein bisschen anders vorgestellt to be honest.
Die Botschaft in Kanada weiß jedenfalls Bescheid, dass ich hier bin und somit habe ich die ziemlich hohe Versicherung, dass wenn ich nach Hause will auch nach Hause kommen werde. Meine Einstellung zurzeit ist die, dass wenn ich mich hier nicht mehr sicher und wohl fühle ich zurück komme!! Meine Gasteltern wissen in dieser Hinsicht auch schon Bescheid und verstehen mich und stehen hinter mir, egal welche Entscheidung ich im Endeffekt treffen werde.
Kanada ist zwar ein bisschen far behind der ganzen Sache und die Hotlines sind jetzt schon überfordert mit allen Anrufen, aber ich bin positiv dem Allen gestimmt, chille jetzt mein Leben zu Hause und verstärke die Beziehung zu meiner Gastfamilie. Habe mehr Zeit mit Leuten von zu Hause zu telefonieren, also wenn euch fad ist you know who you can call! 😉
Sobald sich etwas ändert werdet ihr es natürlich unverzüglichst erfahren.
Das wars soweit von mir und dem kurzem Update. Wascht euch die Hände und haltets die Ohren steif.
Einige von euch haben vielleicht mitbekommen, dass mich letzte Woche vier meiner Freunde aus Österreich besucht haben. Und was soll ich dazu sagen? Es war einfach schön jemanden aus der Heimat an meiner Seite zu haben und endlich mal wieder ordentlich im Dialekt sprechen zu können. Deshalb habe ich seeeeeehr viel geredet, um all die Informationen und den Gossip aus ihnen herauszuquetschen. Ihr wisst, reden wie ein Wasserfall ist ein seeeeehr ausgeprägtes Talent von mir, eh klar. Natürlich kam da die Stadtbesichtigung nicht zu kurz und wir machten eine, wie ich finde, äußerst erfolgreiche Touritour. Den Tag starten wir am höchsten Punkt der Stadt, den Mont Royal, mit Prachtwetter und sogar PLUSGRADEN. Zwar hatte es „nur“ +2°, fühlte sich aber wie +10°an. Ja ich bin das nicht mehr gewohnt. Danach arbeiteten wir uns bis nach Downtown und Old Montreal vor und ließen den Abend im Mile End und am Plateau Mont-Royal bei einer Portion Poutine, im besten Restaurant der Stadt, ausklingen. Nadja, Johanna, Roman und Felix können nun von sich behaupten, dass sie das einzig wahre quebecoische Gericht kennengelernt haben und welch Wunder, es ihnen äußerst gut gemundet hat!! 😉
Schräg wurde es erst, als zwei meiner Aupair-Freunde sich uns am Abend angeschlossen haben und ich einen wirklich komischen Mix aus Hochdeutsch und Dialekt gesprochen habe. Amüsant haben es vor allem meine Ösifriends gefunden, die mich NOCH NIE so sprechen gehört haben.
Mit der Freude, dass sie endlich da waren und wir gemeinsam „meine“ Stadt erkundet haben, kam so ein bisschen das Gefühl von Heimweh auf. Eigentlich eh klar, wenn Personen kommen, die dir ziemlich nah stehen und du schon weißt, dass du nur begrenzte Zeit gemeinsam verbringen kannst. Auch als sie über all die Pfadilager geredet haben, bei denen ich nicht dabei sein konnte, wurde ich ein bisschen wehmütig. Es geht mir schon ab auf die Lager zu fahren. Besonders am Ende keine Stimme mehr zu haben, aber glücklich, erschöpft und zufrieden zu sein, macht es zu etwas ganz Besonderem. Insgesamt ist es zwar immer ein ziemlicher Aufwand alles zu organisieren, aber es gibt mir aber so viel Positives zurück, dass es alle Mühen wert ist.
Wie die Hühner auf der Stange
sneak peak of our tour
Als sie da waren, habe ich fast zu oft gesagt, dass ich noch schnell meine Tasche packe und dann mit ihnen nach Hause fliege. Leider muss ich dazu sagen, war die vorletzte Woche jetzt auch nicht die Beste. Mir ging es einfach nicht gut, war emotional irgendwie echt –ich nenne es jetzt mal so- „verwirrt“. Ich war mir bei allem, in Bezug auf mein „normales“ Leben nach Kanada, nicht mehr sicher. Soll ich in den Ferien arbeiten? Zwar habe ich die Bewerbungen schon Mitte Jänner rausgeschickt, aber leider habe ich bereits ein paar Absagen oder noch nichts zurückbekommen (eh klar). Bei einer möglichen Arbeitsstelle habe ich eine nicht soooo mega gute Email bekommen, da ich bis Juli nicht nach Hause komme, sie aber unbedingt ein Gespräch wollen etc.
Auch habe ich mich gefragt, ob meine Studienwahl die Richtige ist. Bald ist die Anmeldung für das Studium im Herbst und wenn du mich jetzt fragst, keine Ahnung ob ich das mein ganzes Leben lang machen will… Klar, Umschulung pipapo aber gefällt mir es im Endeffekt so wie ich es mir vorstelle? Who knows…
Auch für einen Job während der Uni, habe ich Bewerbungen rausgeschickt. Aber ist das überhaupt möglich? Studium und Arbeiten? Packe ich das? Ich weiß es einfach nicht!
So viele Gedankengänge über die ich mir eigentlich gar nicht den Kopf zerbrechen will, aber wer mich kennt weiß, dass ich das sehr gut kann. Sachen 100 Mal überdenken, that’s what I like to do.
Deswegen wollte ich einfach für einen kurzen Augenblick nach Hause, einfach alles abklären und mit Mama und Papa besprechen. Klar übers Handy via Whatsappcall geht auch, aber das ist nun mal nicht dasselbe. Ich wollte einfach mit ihnen einen Abend am Tisch sitzen und alles besprechen.
Nun ja, das alles hatte ich nicht und so musste ich mit mir selbst klarkommen. Habe zwar bis auf Freitag jeden Tag nach Hause telefoniert, doch ich musste es mit mir selbst ausmachen. Alles selbst regeln. Einen klaren Kopf kriegen.
Nochmals „leb‘ wohl“ zu meinen Freunden zu sagen war sichtlich hart für mich. Hab auch das ein oder andere Tränchen verdrückt, aber nun freue ich mich umso mehr auf die kommenden fünf Monate und auf das Wiedersehen mit all meine dearest and loved ones!
In diesem Sinne
Tschau und bis bald
Eure Magda
P.S.: hier noch ein paar EIndrücke, was ich in den letzten Wochen alles erleben hab dürfen. ->Schi fahren ->Igloofestival ->Geburtstagsfeier von Sarah, Svenja und Luis ->Abschiedsfeier von Sophie ->nuit blanche in MTL (Kulturnacht)
das teuerste und flacheste Schi fahren jemals!!
mit Schneehose, Handschuhe, Haube und dicker Winterjacke auf ein Fetival? Na klar, in Montreal ganz normal
Ganz so begreifen kann ich das noch nicht. Es ist einfach schon die Hälfte meiner Zeit in Kanada um!! Zurückblickend habe ich, glaube ich, in diesen halben Jahr schon mehr über mich gelernt, als die letzten zwei Jahre meines Lebens zusammen Wie ich mit unerwarteten und für mich echt ganz neuem Heimweh umgehe und meine Grenzen erfahre. Das nicht immer alles so eitel Wonne in der Familie ist und ich auch mit der ein oder anderen schwierigen Situation umgehen lerne und das Beste daraus mache. Wie ich in Sachen Erziehung mich manchmal zurückhalten musste oder mit Tommaso die ein oder andere komplizierte Situation ausdiskutierte und er mich so an meine persönliche Grenzen brachte.
Ja es war manchmal schwer, aber die positiven Momente überwiegen einfach echt so viel mehr! Ja, es war auch bei mir der Moment da, wo ich einfach zusammenpacken und nach Hause fliegen wollte und ja, es war wirklich so. Zwar nur für einen kurzen Moment, aber dennoch. Gott sei Dank ist der Gedanken so schnell wie er gekommen ist auch wieder verflogen!
Obwohl der Abschied von Familie und Freunde und auch der Start hier in Kanada echt schwer waren genieße ich jetzt umso mehr jede einzelne Minute. Sei es mit meiner Familie hier, meinen neu gewonnenen Freunden oder meinen Pfadfindern.
Ich habe gelernt, viel offener auf neue Leute zuzugehen, sie anzusprechen und Hilfsbereiter zu sein. Besonders am Anfang mit den ganzen neuen Aupairs hier. Man hat keinen gekannt und man hat sich einfach blindäugig mit denjenigen getroffen. Umso mehr freu ich mich zu sagen, dass obwohl ich alle jetzt „nur“ 5 Monate kenne, es sich anfühlt, als ob ich sie schon mein ganzes Leben kenne. Wir teilen doch viele gleiche Probleme und da ist es manchmal echt Balsam für die Seele einfach sich auf einen Kaffee zu treffen und zu quatschen.
Ich bin einfach unendlich froh diesen Schritt gewagt zu haben und einfach mal ein bisschen die Welt zu erkunden. Selbständig etwas zu organisieren und auf sich gestellt zu sein, ohne das dich die Mama beim Hinausgehen jedes Mal fragt, ob du eh noch eine Strumpfhose anhast, denn es könnte kalt sein. Ja dann hast du’s eben vergessen und frierst jetzt. Dafür hast du wieder eine neue Lektion gelernt: „Geh im Winter in Kanada (außer es hat nur -5° upgoing) NIE ohne Strumpfhose oder warmen Socken aus dem Haus.“
So und jetzt zu den Hardfacts bis dato:
171 Tage in Kanada
1 mal Umgezogen
den „Indian Summer“ genossen
New York City erforscht
2 mal Toronto besucht
2 mal Quebec City besucht
Adventmarkt in Quebec City erkundet
Die Niagarafälle bewundert
big reunion mit Hanna und Sabine in Toronto
Einer Pfadigruppe beigetreten
An 2 Wochenendlager teilgenommen
Mont Tremblant zu Fuß erklommen
Snowtubing bei -18°
3 paar neue Schuhe gekauft
Zuuu oft shoppen gewesen
Zuu viel Poutine gegessen (obwohl Poutine geht immer)
Montreal
Quebec City
NYC
Toronto reunion
Das nächste halbe Jahr wird wie im Flug vergehen. So viele coole und spannende Sachen werden passieren. Friends aus Ösiländ kommen mich besuchen, ich werde noch nach Boston und Ottawa fahren, sowie zu Ostern werden meine Eltern und meine Schwester kommen. Kurz darauf wird das Baby von meiner Gastmama auf die Welt kommen und dann ist eh schon mein Aupairlife in Montreal vorbei und meine Tante und mein Bruder kommen rüber und wir machen gemeinsam die Westcoast unsicher.
Dieses halbe Jahr war wirklich eines von meinen bisher geilsten/besten Erlebnisse und Abenteuer in meinem Leben. Klar hinterfragte ich mich, warum ich das hier überhaupt mache und warum ich hier bin, zu Hause könnte ich doch schon längst studieren etc. Naja die Antwort darauf hab ich mir selbst schnell geben können.
Wenn ich nicht ins Ausland gegangen wäre hätte ich dies mein ganzes Leben bereut und mich immer selbstbemitleidet diesen Schritt nicht gewagt zu haben!!
Eigentlich wollte ich schon viel früher diesen Eintrag von Toronto und Weihnachten schreiben, aber dank meiner Vergesslichkeit hatte ich meinen Adapter, fürs laden des Laptops, im Apartment in Toronto liegen gelassen und musste mir so einen neuen zulegen. Leichter gesagt als getan, denn um einen passenden Adapter zu finden musste ich ungelogen in 3 Elektroläden schauen.
Naja lange Rede kurzer Sinn, ich habe jetzt einen Adapter.
Irgendwie kann ich es so gar nicht glauben, jetzt schon Jänner zu haben. Wie schnell einfach die Zeit vergeht! Bald ist schon Halbzeit!! Unglaublich wie die Zeit ab einen gewissen Zeitpunkt nur so verfliegt!
Am vierten Adventsonntag machten wir hier einen wirklich schönen Adventbrunch und genossen nochmal die Zeit vor Weihnachten mit ihnen. Auch war ich mit Sarah und Svenja im „illumi“. Ist in Montreal eine wirklich große Sache, denn es ist ein Gelände, welches mit ganz vielen Lichtern zu verschiedenen Themen geschmückt ist. Dort war auch noch der Weihnachtsmann und wir mussten natürlich ein Foto mit ihm machen!
illumi und der Adventbrunch
Um euch auf den Laufenden zu halten, Weihnachten (also der 25.12) war bei mir zumindest wirklich nicht sehr spektakulär. Hier haben sie leider nicht all die ganzen Bräuche, welche wir zu Hause immer pflegen. Am 24. musste ich noch etwa 4h arbeiten, weil meine Gastmutter und meine Gastoma noch die letzten Geschenke besorgt haben. Hätte auch ich sein können! 😉 Umso mehr freute ich mich schon auf den Nachmittag, weil ich wusste, dass ich von zu Hause angerufen werde und die Bescherung via Skype somit live mitzuerleben. Joa…es war… sehr emotional, um euch das kurz zu sagen. Meine Schwester hat mit ihrem Hackbrett vorgespielt und gesungen wurde natürlich auch. Wir haben alle gemeinsam die Geschenke aufgemacht und sogar ich hier in Kanada hatte ein mehr oder weniger Überraschungspaket von meiner Familie bekommen. Es war für mich einfach so schön trotz der Entfernung die Bescherung mitzubekommen und dementsprechend viele Tränen habe ich vergossen. Aber das war mit Abstand mein Highlight in den Weihnachtstagen!
unser Weihnachtsbaum
Wie schon erwähnt, der 25. war eher ruhiger, dennoch schön. Tommaso ist in der Früh in mein Zimmer gekommen und hat mir gesagt, dass der Weihnachtsmann hier war und ich sofort mit ihm runter kommen muss! Es waren wirklich viele Geschenke unter dem Baum, aber gefühlt ¾ davon waren nur für ihn. Ohne Spaß ich hab das noch nie gesehen, dass ein Kind so dermaßen viele Geschenke bekommen kann. War aber wirklich mal ganz was anderes, im Pyjama die Geschenke aufzumachen und so in den Tag zu starten. Gemeinsam machten wir uns später auf den Weg zu unseren Weihnachtsbrunch im „Four Seasons“ hier in Montreal. Noch nie in meinem Leben habe ich mich so dermaßen exklusiv gefühlt! Ich schätze das war das erste und das letzte Mal, dass ich in einem so nobelhobel Hotel war! Da eine Freundin von mir hier am 25. alleine war, fuhr ich am Abend noch zu ihr, um den Weihnachtstag mit ihr noch ein bisschen mit Wein ausklingen zu lassen. Den 26. verbrachten wir mit Ausschlafen, einen geilen Frühstück und eine Fahrt nach Downtown um dort nochmal so das letzte Weihnachtsfeeling aufzusaugen
Meine Vorfreude für Toronto war echt schon ziemlich groß! Also ich glaube die Weihnachtstage habe ich gefühlt an nichts anderes mehr denken können, als endlich nach fast 5 Monaten wieder jemanden von der Heimat in den Arm schließen zu können. Auch war es wirklich mal ziemlich nice, eine Woche Urlaub zu haben und die Zeit zu genießen.
Die Woche war einfach GENIAL! Ich weiß echt gar nicht wo ich anfangen soll…
Wir hatten einfach alle zu dritt so eine super schöne Zeit, haben einfach so viel Gelacht und so viel erlebt.
Tagestrip Niagarafälle
Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie nervös ich war, als ich Richtung Flughafen vom Airbnb gefahren bin. Nervös ist eigentlich das falsche Wort, eigentlich war ich nur SEHR aufgeregt. Ich war einfach über eine Stunde zu früh am Terminal, weil ich es im Apartment nicht mehr ausgehalten habe. Ich war einfach sooooo hibbelig haha. Als erstes ist Hanna gelandet. Es war einfach so surreal sie jetzt hier zu haben! Mir fehlten am Anfang wirklich die Worte. Ich war so überwältigt von der Situation, eine Woche lang mit ihr hier in Kanada sein zu dürfen. Ich glaube die Menschen um uns herum müssen sich auch gedacht haben, was mit uns abgeht. Stehen einfach mitten im Weg, umarmen uns und heulen einfach wie ein Wasserfall! Als Sabine von San Francisco circa eine Stunde später aus dem Terminal kam, war die Freude nochmal so groß und unsere kleine Reisegruppe perfekt. Die Woche kann also starten. Ich werde euch jetzt nicht alles erzählen, dafür würde dieser Blog definitiv nicht ausreichen! Aber hier ein paar Hard- und Sidefacts zu unserem trip:
Sabine und Hanna lassen sich mehr oder weniger spontan ein Tattoo stechen
wir machten eine Tagestour zu den Niagarafällen + Eisweinverkostung
haben an Silvester Walzer getanzt (danke Ö3)
haben uns in einer Menschenmasse am Nathan Philips Square das semigeile Feuerwerk an Silvester gegeben
haben uns den Sonnenuntergang am CN Tower bei perfekten Bedingungen am 01.01 angeschaut
waren auf den Toronto Islands und bei den Beaches von Toronto
und viel mehr!!
Haben uns auch einige Museen angeschaut, wie etwa das Royal Ontario Museum mit all den Dinosaurierskeletten, das Ripley Aquarium wo leider zu viele Kinder da waren und das Science Museum of Ontario. Natürlich konnten wir auf ein zwei kurze Shoppingtrips ins Eaton Center nicht verzichten und wurden dort auch so einiges an Geld los. Ups.
CN Tower
Sonnenuntergang am Tower
Toronto Island
Toronto Skyline
Da wir an Silvester nicht wirklich die Chance hatten es gebührend zu feiern, haben wir uns entschlossen, am Freitag Torontos nightlife zu erkunden. Dabei kam uns aber nicht in den Sinn, dass wir alle am nächsten Tag wieder nach Hause reisen mussten. Sei es mit dem Flugzeug oder mit dem Bus.
„Es woa a schware Partie.“ Um es in einen Satz zu formulieren.
Diese Woche war für mich Balsam für die Seele! Es hat so gut getan einfach mal abzuschalten und den Tag mit den Mädls zu genießen. Wir hatten so verdammt viel Spaß und uns wurde wirklich nie fad. Sei es im Museum die Portraits der Künstler nachzustellen und mit unseren super schönen Gesichtern zu schmücken oder im Aquarium die Unterseite der Haie und Rochen zu bestaunen. Auch dermaßen komische Fragen in den Raum zu werfen, um sie am Abend im Bett noch zu googeln, weil man einfach nicht auf die Antwort gekommen ist. Ja manchmal hatte auch Google keine Antwort dafür. Vielleicht war es in manchen Fällen sogar gut, dass uns keiner verstanden hat. Das haben uns wir auf jeden Fall manchmal gewünscht! 😉
Es war eine so schöne Woche, vielleicht sogar the best so far here in Canada!
Sende euch allen meine besten Wünsche für das neue Jahr und bis bald, eure Magda
Aber um ehrlich zu sein, so richtig in der Stimmung bin ich leider noch gar nicht. Ich meine ich hab schon den ein oder anderen Weihnachtsmarkt besucht (unteranderem auch einen in Quebec City) und auch Montreal ist schon super weihnachtlicht geschmückt, aber es ist halt nicht so wie zu Hause. Eh klar. Ich finde, es ist alles nicht so besinnlich wie daheim. Kein Adventkranz, kein Weihrauch, kein Nikolaus. Alles einfach ein bisschen anders.
Wenigstens hatte ich in der letzten Zeit echt sehr intensive Wochenenden mit den Pfadfindern hier erleben dürfen. Zum einen sind wir zu einer Wanderung aufgebrochen, zu einer Hütte, echt im nirgendwo, im Nationalpark von Mont Tremblant. Das war wirklich eine neue Grenzerfahrung. Es war super spannend, mal auf einen anderen „Lager“ dabei zu sein, mit etwas weniger Lagerteilnehmner (wir hatten 3 Venture Scouts -12 Jahre- dabei). In dieser „cabin“ war ebenso keine Stromversorgung und kein fließend Wasser zur Verfügung. Gott sei Dank hatte es einen Tag vorher geschneit und wir konnten so den Schnee schmelzen, um wenigstens ein bisschen Wasser zu trinken. Auch hatten wir in dieser Hütte nur einen großen Holzofen, der uns gewärmt hat. Ihr seht schon, es war auf jedenfall für mich eine neues Abentuer! Aber wie ich es so schön zu sagen pflege: never stop exploring!
Auch wenn es dann heißt, mit den ganzen Gepäck am Rücken die Unterkunft zu erklimmen…. Der Weg lohnte sich dennoch umso mehr, denn die Aussicht und das Erlebnis waren es wirklich wert! Wir hatten so ein Glück mit den Wetter, so dass wir echt eine weite Aussicht hatten! Sonnenschein und eine wolkenklare Nacht, besser hätte es nicht laufen können!
Mont Tremblant Lake
the hikes
Eine Woche später durfte ich noch einmal mit auf einen „hike“ gehen, diesmal aber mit den Rovern der Pfadfindergruppe, also um euch aufzuklären: meiner Altersgruppe. Wie es der Zufall so wollte, bin ich auch hier die einzige weibliche Person, die die Gruppe nochmal auffrischt! 😉 Es war wirlklich ein mega lustiges Erlebnis und ich bin so dankbar, dass sie mich so gut in ihre Gruppe aufgenommen haben. Auch Sean (einer von den Rovern) war ganz positiv überrascht, dass mich alle gleich so aufgenommen haben haha, schätze ich bin doch was Besonderes. 🙂
Angekommen in der Adventszeit freute ich mich danach umso mehr, dass ich gleich am zweiten Advnetwochenende mit ein paar anderen Aupairs nach Quebec City fahren durfte. Unser Ziel war es, dort den deutschen Weihnachtsmarkt zu erforschen. I only can say: mission completed. Amüsant zu sehen, wie andere Länder so einen „deutschen“ Weihnachtsmarkt interpretieren. Dieser Christkindlmarkt hat wirklich viele deutsche und österreichische Schmankerl angeboten, aber leider hatten sie keinen Kaiserschmarren, sowie einen guten Glühwein im Angebot.
Aber aufs Neue habe ich mich in diese Stadt verliebt und könnte dort einfach Stunden damit verbringen, durch die Gassen zu bummeln und in all diese kleinen feinen Boutiquen reinzugehen und zu stöbern. Gott sei Dank habe ich ja noch einmal die Chance diese Stadt mit meinen Eltern und meiner Schwester zu erkunden und ihnen meine favourite spots zu zeigen.
Quebec City and the gang
Für mich ist dies jetzt einfach schon so normal geworden, mit Freunden irgendwo hinzufahren und sich überhaupst keine großen Gedanken darüber zu machen. Das sind die Momente, für die ich einfach so unendlich dankbar bin hierzusein und so viel erleben zu dürfen.
Klar gibt es manchmal die Momente, wo ich gerne zu Hause und bei meiner Familie oder bei meinen Freunden wäre, um mit ihnen gerade einfach abzuhängen. Oder gerade bei der Weihnachtsfeier von den Pfadis dabeizusein, während ich gerade dabei bin diesen Blog zu schreiben. Aber dann sind einfach wieder so viele schöne Erlebnisse hier, die ich gar nicht missen will. Oder einfach auch neue Grenzerfahrungen oder Szenarien für mich kennenlernen, die ich ohne dieses Abenteuer Kanada gar nicht erlebt hätte.
Ich bin mir jetzt schon ziemlich sicher, dass ich nicht als die Magda nachhausekommen werde, als die ich hier nach Kanada gekommen bin. Ich habe schon so vieles über mich gelernt, wie etwa mit purer Langeweile umzugehen, oder einfach der Tatsache ins Auge zu blicken, dass ich mal eine ganze Woche nur zu Hause bin, weil immer irgendwelche Arbeiter kommen, denen ich die Türe aufmachen muss. Selbst in die Gänge zu kommen und auch einmal damit klar zu kommen, dass man nicht kältegerecht angezogen ist, weil die Mama nicht nochmal nachgefragt hat, ob man eh eine Strumpfhose an hat. Auch mich mit wirklichen Heimweh auseinanderzusetzten, dass ich von mir vorher gar nicht gekannt hatte, dass ich sowas überhaupst entwickeln kann. Lieben gelernt, dass alleine shoppen das Beste (!) ist auf der Welt, weil man gefühlt 100 mal hinetereinadner in den gleichen Shop reingehen kann, ohne sich darüber den Kopf zu zerbrechen, was jetzt die anderen darüber denken.
Da dies wahrscheinlich der letzte Blogpost meinerseits vor Weihnachten und eventuell auch vor Silvester sein wird, wünsche ich euch allen ein wundervolles Weihnachtsfest mit euren Liebsten und ein noch viel cooleres Silvester. Feierts ordentlich, trinkts den einen oder anderen für mich mit 😉 und kommts gut ins neue Jahr 2020.
Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht, bald (am 01.01.2020) habe ich schon Halbzeit!! Ich kanns irgendwie gar nicht glauben, da in den nächsten Monaten immer irgendwas spannendes und aufregendes passiert.
Das nächste Highlight ist auf jeden Fall Toronto mit Hanna uns Sabine! In 10 Tagen geht’s für mich los und ja so richtig realisieren kann ich das im Moment noch gar nicht, bald einfach die beiden zu sehen und sie in die Arme zu nehmen. Für eine Woche einfach nur die Zeit zu dritt in der Gang genießen!
schon fast wieder ein
Monat vorbei, wo der letzte Blog online gegangen ist. Die Zeit vergeht so
schnell.
Aber um euch zu
beruhigen, in den letzten 3 Wochen ist nicht sonderlich viel passiert. Daily
business als Aupair halt. Wintereinbruch ohne Winterreifen und okay ich war in
New York mit Lea. Aber das ist auch so ziemlich das einzige, was die letzten
Wochen spannend gemacht haben.
Tommaso as a Ninja
Halloween stand an,
aber Tommaso war leider krank, um von Tür zu Tür gehen zu können. Andererseits
wieder gut für mich, ich wollte eh nicht gehen. Sorry for that.
Aber wir haben –Gott sei Dank- auch nicht „trick or treat“ gehen können, da es
in Montreal genau an Halloween wie aus Eimern geschüttet hat.
Leider hatte ich an dem post Halloween Tag so einen richtigen mental breakdown. Mir ist zu Hause regelrecht die Decke auf den Kopf gefallen. Ich war bis dato eh schon von Montag bis Mittwoch zu Hause, weil ich echt krank war. Wollte am Donnerstag und am Freitag was unternehmen und raus gehen, da ist Tommaso krank geworden. Am Freitag bin ich aufgestanden und habe ohne Grund zu weinen angefangen, echt ziemlich weird und es hat sich auch den ganzen Tag nicht wirklich verbessert. Dazu kam dann auch noch, dass ich echt ziemlich Kopfweh hatte, was meine Laune demnach noch schlechter gemacht hat. Meine Gasteltern hatten irgendwie auch keinen guten Tag und so dachte ich mir, dass ich irgendwas falsch gemacht habe. Ohne Spaß, ich bin am Abend in meinem Bett gesessen und wollte einfach nur heim. Wollte die Zelte hier abreißen und nach Österreich.
Ich habe mich echt
gefragt, was sich das alles hier bringt, wenn ich eh alles falsch mache…
Ihr seht schon, ich war einfach gefangen in dem Gedanken, dass als an mir liegt, warum der Tag einfach nicht gut gelaufen ist. Nach der kurzen Heuleinheit hab ich mich zusammengerissen und mir gedacht, was sich das weinen jetzt wirklich bringt. Ja genau, gar nichts! So hab ich dann den Entschluss gefasst, alles aufzuschreiben und meinen ganzen Mut zusammen zu nehmen und meine Gasteltern morgen darauf anzusprechen.
Beste Entscheidung
EVER!
Valentina und Luca waren so verständnisvoll und haben mir gesagt, dass auch bei
ihnen alles schief gelaufen ist gestern und es auch nicht ihr Tag war.
Ohne jetzt blöd zu
klingen, aber seither ist alles so viel besser!
Joa die Wochen ziehen
nur so rüber und in den letzten Wochenenden habe ich jetzt auch nichts
Besonderes gemacht, außer Essen zu gehen und zu shoppen mit den anderen Aupairs!
Irgendwie sehr klischeehaft…
Außer mein letztes
Wochenende, das stellt alles in den Schatten. Wie vielleicht einige schon
wissen war ich im „Big Apple“ für drei Tage.
Gemeinsam mit Lea habe ich die Stadt unsicher gemacht!
Manhattan Skyline
am Hafen
TImes Square
Die Stadt ist einfach
so unglaublich! Zu Recht hat sie auch den Spitznamen „ die Stadt die niemals
schläft“. Es ist echt immer was los und du kannst auch noch um 3 in der Früh
zum Times Square gehen und es ist eine Perle von Menschen dort.
Lea und ich sind mit
der Sparvariante nach New York gefahren. Genau mit dem Bus. Ich muss sagen, das
jahrelange Training im Pfadfinderbus hat sich diesmal echt ausgezahlt!
Blöderweise konnten wir nicht durchfahren, sondern mussten jede zwei Stunden
aus dem Bus. Dass schlimme daran war, dass wir über die Nacht gefahren sind und
es so dementsprechend unangenehm war!
Der erste Halt war bei der Grenze zu den States.
Mein Gott, ich war so aufgeregt. Ich hatte so Angst, dass ich nicht wieder nach
Kanada zurückkomme. Was natürlich kompletter bullshit ist, ich bin ja legal
hier.
Der nächste und somit letzte Halt war in Albany in einem echt abgeranzten
Busbahnhof. Keine Ahnung warum wir da warten mussten, es hieß „bus cleaning“.
Mit ziemlich wenig Schlaf sind wir am Samstag in New York mit Prachtwetter
angekommen!
Wir hatten wirklich so
ein riesen Glück mit dem Wetter, dass wir versucht haben, so viel wie möglich
am Samstag zu erleben.
Magda der organisierte Mensch hat natürlich alles im Vorhinein geplant, um dann
festzustellen, dass man alles wieder über den Haufen wirft, weil es besser ist,
seine sights an das Wetter anzupassen.
Samstag machten wir also Bekanntschaft mit der Freiheitsstatue, Fenstershoppten durch ein ziemlich nobles Einkaufszentrum und froren uns den Hintern ab, bei einer Hop-On Tour durch New York. Natürlich durfte bei diesem schönen Wetter die Brooklyn Bridge, ebenso der Times Square und auch Ground Zero nicht fehlen. Wahnsinn wie gigantisch das Loch ist, wo die Twin-Towers gestanden sind. Am Abend haben wir uns noch eine Nighttour durch New York gegönnt, um die ganzen Lichter und das abendliche feeling einzusaugen.
Bekanntschaft mit der Freiheitsstatue
CLumbus Circle
Ground Zero
Brooklyn Bridge in der golden hour
Am Sonntag genossen wir für teure 35US$, umgerechnet also 50 CAD$, ein ziemlich nices Frühstück gleich beim Hostel um die Ecke. Da waren wir echt im Gönnermodus. Um die ganzen aufgenommenen Kalorien abzubauen, entschlossen wir uns für eine Runde mit dem Tandembike durch den Central Park. Es war auf jeden Fall eine Erfahrung wert! Aber die Leute die uns mit dem Fahrrad gesehen haben, werden sich auch gedacht haben, was mit uns eigentlich los ist. Wir sind, ohne komisch zu klingen, teilweise im Schneckentempo die Hügel raufgefahren, so dass uns sogar die Jogger manchmal überholt haben. Nach dieser doch sehr intensiven Einheit beschlossen wir Richtung Midtown zu gehen, dass Rockerfeller Center anzuschauen und danach das Empire State Building zu erklimmen. Dort oben hat man einfach so eine hammer Aussicht über ganz New York. Der krönende Abschluss war an diesem Abend definitiv die „Christmas Spectacular Show“ in der Radio City Musik Hall.
Das war so
überwältigend! Die Rockettes haben dort getanzt und alles in eine total süße
Weihnachtsgeschichte gepackt.
Mich hat die Show einfach so vom Hocker gerissen, weil die Tänzerinnen einfach
so dermaßen synchron getanzt haben!! Einfach nur zum Staunen. Das war mit unter
echt eines meiner Highlights von diesem Trip.
Da es am Montag leider geregnet hat, sind wir den Tag komplett entspannt gestartet. Sind zur Grand Central Station spaziert und haben dort so richtig das Gossip Girl feeling bekommen.
Die Grand Central Station war einfach wirklich so überdimensional groß! Das kann man sich wirklich nicht vorstellen. Überall gibt es neue Bahnsteige und man fragt sich, wo die jetzt wieder herkommen. Auch hab ich Lea die berühmte „Whispering Hall“ gezeigt. Dank meines Reiseführers wusste ich natürlich genau, wo wir hinmussten, um das Phänomen zu hören. Wenn man sich bei dem speziellen Gewölbe diagonal gegenübersteht und etwas in die Ecke flüstert, kann man es auf der anderen Seite hören. Das war echt super cool!
Da die Public Library
und das Crysler Building nur einen Steinwurf entfernt sind, haben wir uns dort
die „Rose Mary Reading Hall“ angeschaut und das Hochhaus von außen bewundert.
am Empire State Building
Tandembiking
Grand Central Station
Public Library
Radio City Music Hall
Gefreut haben wir uns
definitiv nicht, dass wir die Stadt verlassen mussten, es stand ja noch die
super tolle Busfahrt und die Grenze an.
Alles verlief gut und wir konnten das super aufregende Wochenende bei einen
Brunch bei mir zu Hause ausklingen lasse.
Ich freue mich jetzt umso mehr auf die Weihnachtszeit und natürlich auf die ganzen Adventmärkte in Montreal. Mal schauen, was die so können. Der Winter ist nun wirklich da und ich musste leider meine dicke Winterjacke auspacken…
It’s been a while since you heard from me. I know, I know…
Um genauer zu sein fast einen Monat, aber irgendwie vergeht die Zeit zu schnell hier um sich einmal in Ruhe hinzusetzen und den Gedanken freien Lauf zu lassen.
Ich kann euch nur sagen, im letzten Monat ist so einiges passiert. Ich hatte viele ups and downs und ja, das erste Mal auch ein bisschen Heimweh (weird right?), durfte im Herbstcamp der Alexander-von- Humboldt Schule arbeiten, bei einer Überraschungsparty dabei sein, nach Toronto fahren und die Farben des „Indian Summer“ so richtig erleben.
Heimweh und Magda? Das passt nicht wirklich zusammen oder? Naja irgendwie doch… Ich weiß auch nicht wie mir da zumute war, aber so ist es nun einmal, wenn zwei deiner besten Freunde 20 werden, du bei zwei mega geilen Geburtstagspartys nicht dabei sein kannst und das Leben zu Hause seinen Lauf ohne dich nimmt. Deine ganzen Freunde zum Studieren oder Arbeiten anfangen und du in Kanada bist und nicht weißt, was du mit der Zeit anfangen sollst. Oft hatte ich im letzten Monat fast zu viel Zeit, über mein Leben nachzudenken.
Ich habe mir enrnsthaft schon Gedanken übers Studieren oder über meine Zukunft gemacht. Weird over the top right? Soll ich danach arbeiten gehen oder soll ich doch eher studieren und mich weiterbilden. Wenn Studium: Was? Wo? und Wie? Da noch einen klaren Kopf zu bewahren ist oft schwierig, weil viele die mich kennen wissen, dass ich mir oft über zu viel, zu viele unnötige Gedanken mache und im Endeffekt dann keine Klarheit in meinen Kopf herrscht, sondern nur noch mehr Verwirrung.
And guess what? Genau das ist auch eingetreten. Selbst-High-Five an mich! Wuhuu! Das ganze Thema hat mich so dermaßen beschäftigt und verwirrt, dass ich am Ende gar nicht mal mehr wusste, ob dieses Jahr hier in Kanada überhaupt sinnvoll ist. Aber es ist hier auf jeden Fall sowas von dermaßen wert zu leben!!!
Kanadas Straßen sind zum fotografieren da
Indian Summer
Ich bin so glücklich hier zu sein und die Farben des Herbstes so intensiv wahrzunehmen. Ich meine, die Bilder sind doch Aussage genug oder? Ich war gefühlt seit einen Monat nicht mehr wirklich in Montreal downtown, da ich am Wochenende einfach nur immer raus in die Natur wollte. Meist sind wir in die Nähe von Mont Tremblant gefahren, um dort die den Indian Summer zu genießen.
Stichwort Mont Trembalnt. Dort durfte ich nämlich bei einer Überraschungsparty von Sophie (einen anderen Aupair) dabei sein und im Chalet von Sophies Gasteltern übernachten. OMG. Das war sowas von genial und so was besonderes. Aufwachen und direkt auf den kleinen See schauen, der hinter dem Haus liegt und sogar einen privten Zugang hat, mit Boot und SUP. Ich bin aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen. Natürlich sind wir nicht drum herum gekommen mit Sophie „leider“ Mont Tremblants Nachtleben zu erkunden! 😉 Was soll ich sagen, soo schlecht war es jetzt auch wieder nicht! 🙂
Das gleich folgende nächste Wochenende sind wir zu dritt (Sarah, Sophie und ich) nach Toronto mit den Bus gefahren, dort Lea zu treffen, um Sophies wirklichen Geburtstag zu feiern, um auch am Abend wieder das Nachtleben zu erkunden und natürlich auch die Stadt. Nach 100000 Fotossessions, aber alle nicht von mir, haben wir uns am Samstag die Stadt angeschaut, waren im Destillery District und beim CN-Tower. Ich liebe Toronto, ohne Spaß! Es ist einfach so eine großartige Stadt, ganz anders als Montreal. Es hat einfach ein ganz anderes feeling, denn mir kommt vor, hier erlebt man so wirklich das „Big City Life“. Im Endeffekt sind an diesen Abend aber nur Lea und ich in die Clubs gegangen, da in Ontario ein ganz anderes Gesetz für Bars gilt als in Quebec. Wir sind wirklich erst IN Toronto draufgekommen, dass es Sarah mit ihren 18 Jahren gar nicht erlaubt ist, die Clubs der Stadt zu besuchen. Oh man…wir waren da echt ein bisschen dumm! Warum ist uns das nicht vorher eingefallen…wenigstens hatten wir es probiert und ein Türsteher hat uns sogar gesagt, wo wir hingehen können, ohne dass wir kontrolliert werden. I mean whaaaat? 😀
Ihr seht schon, meine Wochenenden sind immer recht busy, hingegen meine Woche meist sehr ruhig ist, ausgenommen die letzte Woche.
Überraschungsparty für Sophie
Mädelstrip Toronto
Roadtrip to Mont Tremblant
Am Tag 13 Stunden zu arbeiten hat es wirklich in sich. Tommaso geht ja auf eine deutsche Schule hier und an seinem ersten Kindergartentag in der AvH, habe ich bei der Kindergartenleiterin mich ein bisschen erkundigt und ihr damals gesagt, dass ich zufälligerweise die Ausbildung zur Kindergartenpädagogin in der Tasche habe. Daraufhin sagte sie, sie merke sich diese Information und exakt vor drei Wochen kam sie zu mir und fragte mich, ob ich beim Herbstcamp der Schule aushelfen will, da Tommaso auch dafür angemeldet ist. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie ich mich über diese Information gefreut habe!!
Noch mehr, als mir gesagt wurde, dass ich mit einer Theaterleiterin aus New York zusammenarbeiten darf und wir die ganze Woche für die älteren Kinder, heißt 7-12, eine kleine Theatergruppe leiten werden. Ich war wirklich aufgeregt, als ich den ersten Tag in der Schule war. Die ganze Woche war zwar anstrengend, aber so lehrreich! Ich konnte Kontakte hier knüpfen und auch nach New York. Wenn ich also nicht mehr wiederkomme bin ich entweder hier in Montreal angestellt, oder ich bin nach New York gegangen, um dort ebenfalls im Kindergarten zu arbeiten! Diese Woche war wirklich so toll und sie haben mich auch schon gefragt, ob ich nicht im Oster- bzw. Sommercamp aushelfen will beziehungsweise ein Camp leiten will. Business is booming!
Jedenfalls liege ich jetzt seit Sonntag mehr oder weniger krank im Bett und
bewege mich nur, wenn es wirklich nötig ist.
Man merkt hier in Kanada, dass es wirlich immer kälter wird und manchmal sogar nicht mal mehr meine Pfadijacke (danke Mama und Meli fürs nachschicken) ausreicht, um mich warm zu halten. Nächste Woche soll es schneien, ich freu mich schon.
sicher keine Poserfotos
Diese Woche steht auch noch Halloween vor der Türe und ich habe, mal Butter bei den Fischen, so absolut gar keine Lust darauf mich zu verkleiden und „Trick or Treat“ mit Tommaso zu gehen. Er redet leider schon seit sage und schreibe EINEN MONAT davon, was er zu Halloween anziehen wird und wie gruselig das alles wird. Juhuuu…Bin dann doch mehr der Faschingtyp.
In diesem Sinne wünsche ich euch Happy Halloween und bis bald,
eure Magda
Schon lange nichts mehr gehört von mir hier auf meinen Blog, ich weiß. Aber die letzten drei Wochen waren einfach wirklich ultra stressig, beziehungsweise war einfach immer etwas zu erledigen, was meinen Alltag angeht.
Wie ich euch ja schon erzählt habe (oder?), sind wir in das neue Haus eingezogen. Also naja, in das noch nicht ganz so fertige Haus. Es war eine reine Katastrophe haha. Es war wir ein campingtrip, aber halt im eigenen Haus. Wir mussten so viel improvisieren und umdisponieren am Anfang. Noch keine Abwasch in der Küche gehabt, heißt wir haben unser Geschirr immer in der Badewanne abgewaschen und ich habe gefühlt vier Mal am Tag Staubgesaugt, weil es einfach immer so dreckig war von den Renovierungsarbeiten. Die Arbeiter waren nämlich noch bis letzten Freitag im Haus um alles fertig zu stellen. Da war nichts mit auf der Couch chillen und nichts machen, denn bis letzten Donnerstag hatten wir noch gar keine Couch.
Aber ab Montag kann ich sagen, dass das Haus so weit fertig ist und wir nun anfangen können, es uns gemütlich zu machen und ich auch anfangen kann, mein Zimmer nach meinen Geschmack einzurichten. Fotos werden noch folgen! 😉
Durch den Umzug habe ich irgendwie eine noch bessere Beziehung zu meinen Gasteltern aufbauen können und wir sind nun so richtig ein super Team geworden. Wir ergänzen uns super und sie unterstützen mich in allen Dingen und freuen sich immer so mit mir, wenn ich mich mit Leuten treffe oder zu den wöchentlichen Pfadfinderheimstunden gehe. Ja ihr lest richtig, ich habe endlich eine Pfadfindergruppe gefunden, die sogar eine Rovergruppe hat. Ich bin zwar die einzige weibliche Person im Leiterteam, aber das frischt es nochmal so richtig auf. Sogar die Kinder in der Heimstunde waren super begeistert, wie sie erfahren haben, dass ich nun bei ihnen dabei bin! Das ist immer so mein Wochenhighlight, obwohl das schon am Montag ist, aber es ist trotzdem immer so cool da dabei zu sein.
Luca und Valentina (meine Gasteltern) haben auch dann immer ein offenes Ohr, wenn mich ein bisschen das Heimweh plagt. Also ich hatte noch nie so richtig Heimweh, aber ich glaube es ist ganz normal, dass man seine Freunde und Familie vermisst, die man vorher tagtäglich gesehen hat. Aber dann gibt mir das Treffen von anderen Aupairs wieder so richtig Kraft und macht meine Welt im Endeffekt auch wieder viel besser. Und auch die schon gemeinsam erlebten Ausflüge am Wochenende sind immer der Hammer. Vorletztes Wochenende sind wir ziemlich spontan nach Mont Tremblant in den Nationalpark gefahren. Die Stadt ist auch ganz cool, aber halt wirklich seeeeehr touristisch. Sie schaut aus, als würde man einen österreichischen Schiort mit der Stadt in „der Grinch“ in einen Mixer geben, mal kräftig umrühren um am Schluss noch Glitzer und Kitsch hinzufügen, um den ganzen Spaß teurer zu machen. Deswegen haben wir uns relativ schnell für was anderes entschieden, undzwar Ziplining mitten im Wald irgendwo in der Pampa von Mont Tremblant. Das war wirklich soooooo mega cool, vor allem der Weg dorthin. Da ist uns eine kleine Fotosession nicht vorenthalten geblieben! 😉
Letztes Wochenende durfte ich mit fast der gleichen Gruppe, mit der ich schon in Mont Tremblant war, nach Quebec fahren! Das war wirklich ein Spaß! Also Quebec Stadt ist einfach wunderschön!! Es wird zwar noch mehr Französich geredet als in Montreal, aber mit Englisch kommt man auch ganz gut durch. 😉 Wir denn auch sonst, erkundeten wir äußerst ausführlich das Nachtleben in der Stadt und ich kann nach jahrelanger Erfahrung in diesem Business sagen, dass es wirklich gar nicht so schlecht ist. Das Wochenende war einfach echt ein purer Erfolg und ich habe für mich beschlossen, dass ich unbedingt nochmal nach Quebec fahren muss!! All die ganzen kleinen Läden sind einfach so wunderschön und einfach traumhaft zum durchschlendern und Fenstershoppen.
Hier in Kanada merkt man auch schon langsam, dass der Herbst Einzug hält Es wird echt immer kälter und schön langsam renne ich keinen Tag ohne meinen geliebten Kuschelsocken von meiner Oma herum. Mit Tommaso muss ich mir jetzt auch andere Aktivitäten überlegen, als immer in den Park zu gehen. Durch das neue Haus haben wir so viel mehr Möglichkeiten zu Spielen und den Tag zu verbringen. Zu Tommaso habe ich jetzt eine wirklich gute Bindung aufbauen können. Wir haben einfach echt den ganzen Tag fast durchgehend Spaß und wir erleben trotzdem immer etwas anderes. Das gemeinsame Erkunden von Pointe-Claire zum Beispiel. Es ist einfach wirklich so schön zu sehen, wie er sich freut mit mir die gemeinsame Zeit zu verbringen. Aber andererseits ist es auch super schön, gemeinsam in die Bücherei zu gehen und dort den Nachmittag einfach nur Bücher zu lesen. Er liebt es auch einfach nur in der Gegend umherzulaufen und die Häuser anzusehen oder Blätter zu sammeln.
Ich liebe das Land, die Farben und die Atmosphäre hier. Ich könnte mir zurzeit keinen besseren Ort vorstellen, um meine Tage zu verbringen. Klar manchmal ist es schon anstrengend, vor allem wenn Tommaso schreit und nicht gut aufgelegt ist, oder ich einfach nur nach Hause mag, um meine Ruhe zu haben. Aber dann gibt es wieder so Tage, wo ich einfach nur so unendlich froh bin hier zu sein und ich so stolz auf mich bin, diesen Schritt gewagt zu haben.
Am großen Saint Lorenz Fluss sitzend schreibe ich nun diesen Blog und lasse diese atemberaubende Landschaft auf mich wirken. Meine ersten beiden Arbeitswochen sind wie im Flug vergangen. Gerade saß ich noch im Flieger und fragte mich, wie wohl meine Arbeit sein würde. Jetzt bin ich bald schon 3 Wochen hier, fast ein Monat ist schon um! Whaaat!
Aber ich sags euch, die Wochen vergehen deswegen so schnell, weil es echt anstrengend ist. Ohne jetzt komisch zu klingen, aber so ein Au-Pair Alltag hat es wirklich in sich. Es ist gar nicht so einfach, einen vierjährigen Jungen mit wirklich, wirklich, wirklich viel Energie immer zu bespaßen und dabei auch noch jede 10 Minuten etwas anderes und neues für ihn aus dem Ärmel zu schütteln.
Um ehrlich zu sein war es für mich am Anfang sehr schwer mit dieser neuen Situation klar zukommen, da ich es einfach nicht gewohnt bin, meine ganze Energie für nur ein Kind aufzubrauchen. Letzte Woche habe ich ungelogen jeden Tag mindestens 9 Stunden geschlafen, weil ich einfach am Abend sowas von fertig ins Bett gefallen bin da einfach wirklich jeder Tag aufs Neue so kraftraubend war. Jeden Tag wird ein anderer Park erkundet, denn wir sind noch nicht im neuen Haus und ich kann ihn nicht fünf Stunden lang in der Wohnung beschäftigen. Dank Tommaso ist mein Wissen über Bagger, Autos, Kränen und den ganzen anderen Baustellen Kram erweitert worden. Ich meine, ich kenne mich da zwar schon ein bisschen aus, Grüße gehen raus an meine Nachbarn, die mich in meiner Kindergarten- und Volksschulzeit in dieser Hinsicht seeeehr viel gelehrt haben, aber diese Woche gab ich mir die komplette Dröhnung Baustellenwissen. Nach diesem Jahr werde ich einfach der Pro sein wenn es um Baustellen, Bagger, Kränen, und so weiter geht!
In dieser Woche ist mir auch erst aufgefallen, wie schön es eigentlich ist und welch ein Glück ich eigentlich habe, zwei Geschwister zu Hause zu haben, obwohl die mir manchmal echt auf den Geist gehen. Man hat halt immer wen zum Spielen und alles ist einfach so viel schöner wenn man nicht alleine ist.
Deswegen ist die Erziehung hier, ich sags mal so, anders. 😀 Die Kinder werden hier halt wirklich sehr verwöhnt von den Eltern, also zumindest viele Kinder. Mein Host-Kid Tommaso ist und bleibt halt immer der kleine Engel oder besser gesagt: „Mi amore“ der Eltern.
everyday is parcday
ob Sonnenschein…
… oder Regen
Zu Beginn war es wirklich schwer eine Beziehung zu Tommaso aufzubauen, da ich seine Grenzen testen wollte und er nicht so ganz verstanden hat, warum ich immer will, dass er „Bitte“ und „Danke“ sagt. Naja da kommt halt doch die Pädagogin in mir hervor, ich kann halt nicht anders. Mit der Zeit konnte ich aber eine wirklich gute uns sichere Bindung zu ihm aufbauen (#didaktikIsCalling) und ich glaube er fühlt sich sehr wohl, wenn wir unterwegs sind und gemeinsam Zeit verbringen. Meine Grenzen steckte ich für ihn auch relativ klar ab und ich verdeutlichte ihm in der letzten Woche sehr oft was ich absolut gar nicht okay finde.
Gegen Ende der Woche wurde es immer besser und ich bin richtig froh, jetzt Teil dieser Familie zu sein! Es passt wirklich mega gut, sie verstehen wenn ich am Abend lieber ins Zimmer verschwinde um Netflix zu schauen, anstatt auf der Couch zu sitzen und mir Cartoons mit Tommaso reinzuziehen. Wir haben auch immer super und vor allem interessante Gesprächsthemen. Sie interessieren sich wirklich für mich, sind immer bereit mir zu helfen und ich glaube wir sind schon wirklich ein tolles Team geworden. Sie freuen sich auch immer so sehr für mich, wenn ich mich wieder mit neuen Leuten treffe, da sie einfach auch merken wie gut es mir dabei geht!
Wir verstehen uns so super gut, alles passt einfach. Auch das anfängliche Problem, dass so viel italienisch gesprochen wird ist mittlerweile so gut wie weg, denn ich habe schon ein ganz gutes Vokabular an italienischen Worten aufgebaut! Also fast zumindest 😉 Wenn ich heimkomme, werde ich diese Sprache einfach fließend beherrschen!
Auch die Bedenken zu Beginn, dass ich mich nicht socializen und keine Freunde finden könnte, habe ich, so glaube ich zumindest, den Leuten zu Hause die Ohren vollgesudert. Aber jetzt kann ich euch sagen, ihr braucht keine Bedenken mehr zu haben, denn ich werde euch damit nicht mehr vollsudern. Ich glaube, ich habe bis jetzt eine ganz gute Community um mich aufgebaut. Am Anfang war ich wirklich total enttäuscht, dass kein anderes Aupair direkt in Montreal wohnt, aber durch viele surfend im Internet verbrachte Stunden und durch etlichen Facebook Gruppen bin ich draufgekommen, dass eigentlich echt viele Au-Pairs in Montreal und Umgebung sind. Man braucht sogar schon zwei Hände um sie alle abzuzählen! Wuhuuu
Das ist so cool, weil alle so dermaßen offen sind und sich einfach fast jeder „just for fun“ mit dir trifft, ohne dich vorher je gesehen zu haben! Aber die Treffen sind immer besonders lustig, da ich mich als einzige Österreicherin behaupten muss! Ich versuche wirklich schön Hochdeutsch zu reden, aber das ein oder andere Mal kann ich halt nicht anders und da kommt dann mein Dialekt durch. Natürlich zur großen Freude der Anderen.
Letztes Wochenende habe ich mich mit Lea super spontan in einem Nationalpark getroffen (Anmerkung: kurze Hose, 26 Grad). Das war sooooo wunderschön! Wir haben uns ein Kanu ausgeliehen, echt 4 Stunden durchgeratscht und uns super gut verstanden. Der Nationalpark war zwar nur klein aber wirklich sehenswert. Da konnte ich das erste Mal so richtig das kanadische Feeling in mich aufsaugen.
Laut dem Infopoint im Nationalpark ist da auch ein Schigebiet dabei, aber ich sags euch ich habe so gelacht wie ich das gesehen habe. Nichts zum Vergleich zu Österreich. Da waren zwei Lifte und drei Hänge, so lange wie die Schlepplifte für Anfänger bei uns in den Schigebieten. Lea und ich haben uns sofort noch einmal ein Treffen ausgemacht, da es einfach so lustig war. Es wird also passieren, dass ich zu ihr nach Drummondville fahren werde.
das ist übrigens Lea
Eine total französische Stadt mit wenigen Leute die Englisch sprechen, aber wirklich nett, klein und lieb. Ganz zum Kontrast zur Großstadt Montreal. Ich hab mich richtig wohlgefühlt, es nicht so viel Trubel und wirklich ziemlich ruhig und leise – also zumindest leiser. Auch unglaublich wie schnell es hier in Kanada abkühlt. Letzte Woche noch 26 Grad und jetzt sitze ich mit Pullover und Jeansjacke da und mir ist immer noch kalt.
Da hier keine Berge sind und die ganzen Wolken nur so entlangziehen können, passiert es dann auch, dass es an einem Tag am Vormittag wie aus Eimern schüttet und eine halbe Stunde später herrscht plötzlich strahlend schöner Sonnenschein, als hätte es nie geregnet. Das ist echt super komisch.
Die Woche war auch ziemlich turbulent was meine Bankkarten und Finanzen angeht. Erfahre ich am Dienstag, dass mein Online-Bankaccount von hier gesperrt ist, weil ich ein Huawei Handy besitze und da irgendwas nicht passt und es deswegen bis auf weiteres gesperrt ist. Dann am Donnerstag, wo ich eigentlich die Flüge für Costa Rica buchen wollte erfahre ich, dass meine Visakarte ebenfalls gesperrt ist und ich bis auf weiteres nicht Online etwas buchen kann. Joa und zuguter letzt funktioniert auch mein Onlinebanking von meiner österreichischen Karte nicht. Ihr seht, es läuft alles meega. Gott sei Dank hatte meine Mama dann Zeit, um mit mir für Sage und Schreibe drei Stunden ein Skypegespräch zu führen, wo wir alles abgecheckt haben, dass hoffentlich alles bald wieder geöffnet ist und ich wieder Zugriff auf alles haben kann. Die Banken sind meine Freunde, ebenso wie das Flughafenpersonal, das sag ich euch.
Ihr könnt also sehen, die Woche war von vielen Hochs und Tiefs geprägt und ich wusste mir manchmal einfach nicht mehr zu Helfen . Sei es mit Tommaso, oder auch mit den Banken. Doch all diese negativen Erlebnisse wurden durch mein Wochenende kompensiert, welches für mich einfach viel mehr Wert war und mir mehr Kraft geben hat.
Die nächste Woche werde ich ein Open House von den örtlichen Pfadfindern besuchen. Da freu ich mich schon echt sooooooo dermaßen darauf. Ich bin echt schon ziemlich gespannt wie alles da läuft und abgeht. Mein Englisch verbessert sich auch von Tag zu Tag und ich werde mir immer sicherer bei dem was ich sage