Update Nr.1

Endlich angekommen

Das Flughafenpersonal mag mich einfach wirklich nicht. Beim Security-check in Toronto wurde ich natürlich wieder herausgefischt und musste meinen Koffer öffnen, weil anscheinend etwas Verbotenes drinnen war. Im Endeffekt war es nur mein dicker Reiseführer, der ihnen etwas Sorgen bereitete.

An Entspannung war nicht zu denken, schließlich würde ich in nicht einmal mehr zwei Stunden meiner Gastfamilie gegenüberstehen!
Als es dann im Flugzeug hieß, dass die Landung bevorsteht, konnte ich fast nicht mehr still halten.
Die Aussicht beim Anflug auf den Flughafen war wirklich kitschig. Gerade die „golden hour“ erwischt und die Sonne im perfekten Winkel, schimmerte der Sankt-Lorenz nur so. Im Vergleich zu Toronto ist Montreal einfach um so viel grüner. Es zauberte mir wirklich ein Lächeln ins Gesicht, als ich diesen Moment nur für mich in meinen Kopf festhalten konnte!
So stieg meine Aufregung noch weiter.

Endlich gelandet in Montreal, die Stadt, die ich nun für 10 Monate mein Zuhause nennen darf.

Mit meinen beiden Koffern, meinem Rucksack und dem Nackenhörnchen unter dem Arm, wurde ich von meiner Gastfamilie das erste Mal in die Arme genommen. Wir verstanden uns auf Anhieb. Auch zu Tommaso war sofort eine Verbindung da, so als währe ich schon seit 5 Monaten dort.
Typisch Italienisch verbrachten wir unser erstes gemeinsames Dinner in einer….Trommelwirbel… Pizzeria! Die Klischees müssen halt erfüllt werden! 😉
Es war wirklich super nett und als wir dann ins vorübergehende Apartment gingen wurde mir alles gezeigt.
Totmüde vom Jetlag fiel ich ins Bett und wachte, welch Wunder um 6:00 morgens wieder auf!
Gott sei Dank war Tommaso auch schon relativ bald auf, aber der heutige Tag war soundso ein bisschen vollgepackt.

Das erste Mal fuhren wir gemeinsam nach Montreal City, wo wir auf eine Geburtstagsfeier eines Kindes von Freunden von Valentina und Luca gingen.
Wow, also die Stadtrundfahrt war der absolute Hammer. Alles ist so, wie soll ich es beschreiben, französisch mit einem Hauch von Amerika?
Danach fuhren wir noch zu einem Markt, der mir das Gefühl gab als wäre ich inmitten Amsterdams. Den Fluss nebenbei und einfach so schön.

Ich komme aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus!

Und das zukünftige Haus erst! Der Garten ist mindestens 10, wenn nicht 20 Mal so groß wie der bei mir zu Hause. Die Umgebung ist auch soooo cool und nett. Ich glaube mir wird es ziemlich gefallen hier!

Jetzt muss ich mich nur noch ein bisschen „socializen“. Aber das wird hoffentlich nicht allzu schwer werden.

Da hatte ich heute das Glück mit Lea, auch einen Aupair, wohnt aber in Toronto, die Stadt unsicher machen zu dürfen. Nach ein paar Orientierungsproblemen fanden wir uns schließlich zurecht und aßen das für Montreal/Québec typische Gericht: Poutine. Eine einzige Kalorienbombe, bestehend aus Pommes und einer speziellen Soße. Ich muss sagen, es war nicht so schlecht aber jeden Tag könnt ich das nicht essen! 😀
Die Altstadt von Montreal ist wirklich schön, mit all den lieben kleinen Läden und etwas kleineren Straßen, die leider nur zum Fenstershoppen einladen.
Mit der noch bestehenden und nicht abgebrannten Version der Notre-Dame Basilika in Montreal, war es fast so, als würde ich vor der wirklichen Notre-Dame in Paris stehen… Feels like #backhomeineurope.
Besonders der Old Port von Montreal ist zum Chillen und zum entspannen da, wo man aber auch gut andere Leute beobachten kann.
Wettergott sei Dank konnten wir das im strahlenden Sonnenschein bei 28° genießen!
Nichtsdestotrotz fand unsere Fenstershoppingtour schließlich in der großen Mall von Montreal ein Ende und wir konnten dort so richtig loslegen. Also für ein paar Schuhe halt. 😉

Mit 16,04 km in den Beinen und dabei 564kcal verbrannt startet meine erste richtige Woche in Montreal schon ziemlich gut.

Ich freue mich jedenfalls schon ziemlich darauf, die Stadt weiter erkunden zu dürfen und ab nächster Woche so richtig durchzustarten wenn Tommaso dann in die neue Schule kommt. Ich hab ihn, Valentina und Luca schon so lieb gewonnen!
Es fällt mir aber teilweise immer noch schwer mich daran zu gewöhnen, nicht alles zu verstehen was sie sagen, da die Eltern untereinander und auch mit Tommaso Italienisch sprechen.
Naja das wird schon werden.

Auf jeden Fall bis bald,
eure Magda

Orientation

Orientation in Toronto

Sprengstoffkontrolle am Flughafen in München. Wow, fängt ja schon einmal toll an hab ich mir gedacht.
Dann der kurze Umstieg in Frankfurt, wo ich schaun hab müssen, dass ich den Anschluss nach Toronto überhaupt erwische, saß ich nun im Flugzeug.
Neben mir zwei andere Aupairs, Aline und Lea. Auf Anhieb haben wir uns super verstanden, so, dass der Flug wirklich um einiges erträglicher wurder. Alle haben wir das eine gemeinsame Ziel: Toronto. Doch uns steht noch ein 8 1/2 Stunden Flug bevor.
Gelandet am Flughafen in Toronto hieß es dann gefühlt 4 Stunden lang, in einer Schlange, auf unser Work Permit warten.
Ich glaube meinen Puls hätte man da nicht messen dürfen. Aufgeregt war ich warscheinlich für 10 Menschen gleichzeitig! Ich wollte einfach, dass nichts schief läuft und es im Endeffekt eh alles um sonst war, denn es passte alles. wuhuu
Nach zwei Stunde in der Schlange stehen und sichtlich noch geschlaucht vom Flug, stehen wir zu dritt mit unseren vollgepackten Koffern vor der Flughafenhalle, schauen uns an und grinsen einfach alle über beide Ohren. Wir konnten es am Anfang gar nicht realisieren: WIR HABEN DAS VISUM IN DER TASCHE!!
Mit einem Taxi fuhren wir zu unserem Hostel, wo ich auf den Weg dorthin die ersten Eindrücke der Stadt in mich aufsaugte.

Getrieben vom Hunger schlenderten wir den Kensigton Market entlang und waren jetzt so wirklich in Toronto angekomen! Totmüde fiel ich danach ins Bett und schlief durch bis am nächsten morgen um 5.

Jetlag lässt grüßen, hab ich mir gedacht, als ich um 5 Uhr am Morgen das erste Mal auf die Uhr blickte. Eingeschlafen bin ich dann irgendwie nicht mehr, doch wir mussten eh schon um halb 7 aufstehen, da Sarah -unsere Ansprechpartnerin hier in Kanada- uns um halb 8 abholte und mit uns die Orientation durchführte, um danach gemeinsam die Stadt zu besichtigen.

Ich muss sagen, Toronto ist echt eine wirklich coole Stadt und echt sehenswert. Zuerst schauten wir zur Townhall mit dem Toronto Schriftzug. Danach gingen wir durch das gigantische Bankenviertel zu unseren Lunchbreak und weiter durch die Stadt, vorbei am Baseballstadion und dem CN-Tower zum Hafen.
Alleine schon der gigantische CN-Tower oder die Bootsfahrt am Lake Ontario zu den Toronto Islands waren so eine tolle Erfahrung. Laut der Sightseeinglady sind die Toronto Islands der größte Bereich am nordamerikanischen Kontinent, der eine Autofreie Zone ist.
Auch diese ganzen rießigen Bankhäuser im Bankenviertel von Toronto haben mich so dermaßen überwältigt. Ich glaube ich habe noch nie so hohe Häuse gesehen, aber irgendwann ist immer das erste Mal. 😉

Blöderweise hat es der Wettergott am Nachmittag nicht so gut mit uns gemeint und es regnete „like out cats and dogs“. Dann mussten wir wohl oder übel in die große Shoppingmall in Toronto gehen, wo es wirklich alles -und ich meine wirklich alles- gibt was du brauchst.
Wir Mädels teilten uns danach auf, denn es wollten nicht alle gemeinsam durch diese „Mall“ gehen. So waren es wieder Aline, Lea und ich, die auch schon im Flieger zusammensaßen, die gemeinsam die Läden unsicher machten.

Die ganzen anderen Aupair Mädls sind alle so super lieb. Wir sind echt eine tolle Gruppe und haben wirklich so einen Spaß gehabt und haben später, als wir wieder im Hostel angekommen sind schon alle Prospekte durchgschaut, um etwaige coole Touren zu buchen. Also einen weiteren Treffen steht nichts mehr im Weg! 🙂

Morgen geht es für mich weiter mit dem Flieger nach Montrèal, wo ich dann endlich meine Familie kennenlernen darf und wir das gemeinsame Abenteuer beginnen.

aufgeregt und mit einem kribbeln im Bauch
bis bald,
eure Magda

Flughafengedanken

Da sitz ich nun. Warte auf meinen Flieger nach Frankfurt. Das große Abenteuer Kanada kann losgehen.    … Glaube ich halt zumindest…

So wirklich ganz begreifen kann ich es noch immer nicht. Die letzen Wochen waren viel zu aufregend und mit vielen Abschiedstränen verbunden, um den Gedanken wirklich reifen zu lassen, dass es bald losgehen wird.
Zu emotional war der Abschied von all meinen Freunden und der Familie. Von den einen Familienessen zum anderen und von der einen Freundin zur anderen. Da hatte ich schlichtweg einfach keine Zeit, dass ich über mein Jahr nachdenke.
Dann die schon gefühlt ewig geplante Abschiedsfeier, wo nochmal alle zusammenkamen und wir bei einer geimeinsamen Grillerei und dem ein odere Glas Wein und Bier über die bevorstehende Zeit redeten.
Mit dem Film, mit all den wirklich schlimmen Fotos von mir in den letzten 5 Jahren, war für mich der Beweiß, dass ich mit Abstand die besten Freunde auf der ganzen Welt habe!!
Ich habe für mich gemerkt, dass Abschied nehmen nicht leicht ist, besonders wenn man weiß, dass man diese Personen für möglicherweise ein ganzes Jahr nicht mehr sieht.

Aber jeder Abschied hat auch etwas gutes: Man freut sich danach umso mehr auf das Wiedersehen.

Montreál wird meine neue Heimat sein. Eine Stadt die internationaler kaum sein kann. Französich als Amtssprache. Fast jeder beherrscht dort mindestens 2 Sprachen fließen.
Und dan komme ich, selbst in Deutsch als meine Muttersprache, mache ich die komischten Fehler in Ausdruck, Satzbau und Grammatik- Stehts zur Belustigung natürlich meiner Freunde.
Dann wieder die Frage: Kann ich mit meiner Hostfamily gut kommunizieren? Verstehen die mich überhaupt?

Die Aufregung steigt mit jeder Minute.

Wie wird mein Leben für ein dort drüben aussehen?

Verstehe ich mich gut mit dem Kind?

Habe ich alles dabei?

Zu viele Gedanken kreisen mir durch den Kopf.
Doch was ich weiß: dieses Jahr wird einfach das Beste, coolste und aufregenste Jahr werden in meinem bisherigen Leben!
Auf all die Abenteuer und nicen Trips, auf das kanadische feeling, auf den Ahornsirup. HAHA

Auf ein baldiges Wiedersehen
Eure Magda

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