Update Nr. 6

Christmas is just around the corner!

Hello everyone,

it’s nearly Christmas wuhuuu!!

Aber um ehrlich zu sein, so richtig in der Stimmung bin ich leider noch gar nicht. Ich meine ich hab schon den ein oder anderen Weihnachtsmarkt besucht (unteranderem auch einen in Quebec City) und auch Montreal ist schon super weihnachtlicht geschmückt, aber es ist halt nicht so wie zu Hause. Eh klar.
Ich finde, es ist alles nicht so besinnlich wie daheim. Kein Adventkranz, kein Weihrauch, kein Nikolaus. Alles einfach ein bisschen anders.

Wenigstens hatte ich in der letzten Zeit echt sehr intensive Wochenenden mit den Pfadfindern hier erleben dürfen.
Zum einen sind wir zu einer Wanderung aufgebrochen, zu einer Hütte, echt im nirgendwo, im Nationalpark von Mont Tremblant. Das war wirklich eine neue Grenzerfahrung. Es war super spannend, mal auf einen anderen „Lager“ dabei zu sein, mit etwas weniger Lagerteilnehmner (wir hatten 3 Venture Scouts -12 Jahre- dabei).
In dieser „cabin“ war ebenso keine Stromversorgung und kein fließend Wasser zur Verfügung. Gott sei Dank hatte es einen Tag vorher geschneit und wir konnten so den Schnee schmelzen, um wenigstens ein bisschen Wasser zu trinken.
Auch hatten wir in dieser Hütte nur einen großen Holzofen, der uns gewärmt hat.
Ihr seht schon, es war auf jedenfall für mich eine neues Abentuer! Aber wie ich es so schön zu sagen pflege: never stop exploring!

Auch wenn es dann heißt, mit den ganzen Gepäck am Rücken die Unterkunft zu erklimmen….
Der Weg lohnte sich dennoch umso mehr, denn die Aussicht und das Erlebnis waren es wirklich wert! Wir hatten so ein Glück mit den Wetter, so dass wir echt eine weite Aussicht hatten!
Sonnenschein und eine wolkenklare Nacht, besser hätte es nicht laufen können!

Eine Woche später durfte ich noch einmal mit auf einen „hike“ gehen, diesmal aber mit den Rovern der Pfadfindergruppe, also um euch aufzuklären: meiner Altersgruppe. Wie es der Zufall so wollte, bin ich auch hier die einzige weibliche Person, die die Gruppe nochmal auffrischt! 😉
Es war wirlklich ein mega lustiges Erlebnis und ich bin so dankbar, dass sie mich so gut in ihre Gruppe aufgenommen haben. Auch Sean (einer von den Rovern) war ganz positiv überrascht, dass mich alle gleich so aufgenommen haben haha, schätze ich bin doch was Besonderes. 🙂

Angekommen in der Adventszeit freute ich mich danach umso mehr, dass ich gleich am zweiten Advnetwochenende mit ein paar anderen Aupairs nach Quebec City fahren durfte. Unser Ziel war es, dort den deutschen Weihnachtsmarkt zu erforschen.
I only can say: mission completed.
Amüsant zu sehen, wie andere Länder so einen „deutschen“ Weihnachtsmarkt interpretieren. Dieser Christkindlmarkt hat wirklich viele deutsche und österreichische Schmankerl angeboten, aber leider hatten sie keinen Kaiserschmarren, sowie einen guten Glühwein im Angebot.

Aber aufs Neue habe ich mich in diese Stadt verliebt und könnte dort einfach Stunden damit verbringen, durch die Gassen zu bummeln und in all diese kleinen feinen Boutiquen reinzugehen und zu stöbern. Gott sei Dank habe ich ja noch einmal die Chance diese Stadt mit meinen Eltern und meiner Schwester zu erkunden und ihnen meine favourite spots zu zeigen.

Für mich ist dies jetzt einfach schon so normal geworden, mit Freunden irgendwo hinzufahren und sich überhaupst keine großen Gedanken darüber zu machen.
Das sind die Momente, für die ich einfach so unendlich dankbar bin hierzusein und so viel erleben zu dürfen.

Klar gibt es manchmal die Momente, wo ich gerne zu Hause und bei meiner Familie oder bei meinen Freunden wäre, um mit ihnen gerade einfach abzuhängen. Oder gerade bei der Weihnachtsfeier von den Pfadis dabeizusein, während ich gerade dabei bin diesen Blog zu schreiben.
Aber dann sind einfach wieder so viele schöne Erlebnisse hier, die ich gar nicht missen will. Oder einfach auch neue Grenzerfahrungen oder Szenarien für mich kennenlernen, die ich ohne dieses Abenteuer Kanada gar nicht erlebt hätte.

Ich bin mir jetzt schon ziemlich sicher, dass ich nicht als die Magda nachhausekommen werde, als die ich hier nach Kanada gekommen bin.
Ich habe schon so vieles über mich gelernt, wie etwa mit purer Langeweile umzugehen, oder einfach der Tatsache ins Auge zu blicken, dass ich mal eine ganze Woche nur zu Hause bin, weil immer irgendwelche Arbeiter kommen, denen ich die Türe aufmachen muss.
Selbst in die Gänge zu kommen und auch einmal damit klar zu kommen, dass man nicht kältegerecht angezogen ist, weil die Mama nicht nochmal nachgefragt hat, ob man eh eine Strumpfhose an hat.
Auch mich mit wirklichen Heimweh auseinanderzusetzten, dass ich von mir vorher gar nicht gekannt hatte, dass ich sowas überhaupst entwickeln kann.
Lieben gelernt, dass alleine shoppen das Beste (!) ist auf der Welt, weil man gefühlt 100 mal hinetereinadner in den gleichen Shop reingehen kann, ohne sich darüber den Kopf zu zerbrechen, was jetzt die anderen darüber denken.

Da dies wahrscheinlich der letzte Blogpost meinerseits vor Weihnachten und eventuell auch vor Silvester sein wird, wünsche ich euch allen ein wundervolles Weihnachtsfest mit euren Liebsten und ein noch viel cooleres Silvester.
Feierts ordentlich, trinkts den einen oder anderen für mich mit 😉 und kommts gut ins neue Jahr 2020.

Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht, bald (am 01.01.2020) habe ich schon Halbzeit!! Ich kanns irgendwie gar nicht glauben, da in den nächsten Monaten immer irgendwas spannendes und aufregendes passiert.

Das nächste Highlight ist auf jeden Fall Toronto mit Hanna uns Sabine! In 10 Tagen geht’s für mich los und ja so richtig realisieren kann ich das im Moment noch gar nicht, bald einfach die beiden zu sehen und sie in die Arme zu nehmen. Für eine Woche einfach nur die Zeit zu dritt in der Gang genießen!

In diesem Sinne:

Tschüss und Baba aus Montreal und bis 2020,

eure Magda

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